In Luzern waren, nach den Turmbüchern, in den Jahren 1562 bis 1572 491 Personen wegen Hexerei in Untersuchung, doch wurden nur 62 gerichtet, die andern wieder freigelassen. Weitere Hexenprozesse spielten sich 1575, 1576, 1577, 1578,1579, 1580, 1584, 1587, 1588 und 1594 ab. Zwei Hexen ,,bekannten", sich in Wölfe verwandelt zu haben, und daß der Teufel in Gestalt eines Wolfes mit einer Hexe über Berg und Tal geritten sei. Eine andere Hexe hatte sich ,,zum drittenmal in Hasengestalt verkehrt und war so im Dorfe Hochdorf herum gelaufen". Die Teufel erschienen bald als schwarze Vögel, bald als schwarze Männer, mit langem Barte und Roß- oder Geißfüßen; selbst im Gefängnis besuchten sie die Hexen. Die erste Verbrennung wegen "Hägxerye" erfolgte in Zürich 1493. AelIy Schnider von Andelfingen hatte gestanden, daß sie der Teufel gelehrt hatte ,,Ryffen" machen und den Axtstiel zu melken. 1501 verurteilte das Bauerngericht in Wädensweil eine Frau, die sich in eine Katze verwandeln konnte, zum Ertränken, 1520 eine Wettermacherin und Viehschädigerin zum Feuertod.