Das geheime Wissen einer untergegangenen Zivilisation.
Adrian Gilbert & Maurice Cotterell
ECON Verlag
DM: 39,90
ISBN: 3-430-13257-6
Hatten Sie das nicht auch schon mal – der Titel klang so „la la“ und Sie waren sich gar nicht sicher ob Sie das Buch tatsächlich kaufen sollten? Als das Buch dann auf Ihrem Tisch, haben Sie es immer wieder ein wenig vor sich hergeschoben und mit dem lesen nur zögerlich angefangen... Ja, bei diesem Buch wäre das ein grober Fehler gewesen!
Können Sie sich meine Überraschung vorstellen, als ich las, daß die Autoren versuchten eine Verbindung zwischen dem Mayakalender (den drei ineinander verschachtelten Kalendern) und dem Sonnenfleckenzyklus unseres Zentralgestirns herbeizuführen?! Zuerst einmal führen die Autoren die Erich von Däniken Theorie ins Feld, um Sie sogleich zu verwerfen und als falsch zu deklarieren und beginnen damit, eine nachvollziehbare Verbindung zu etablieren zwischen den Magnetfeldern der Sonne und den damit zusammenhängenden Sonnenflecken und dem Mayakalender, welcher auf den gleichen Rhythmen beruht. Was hierbei natürlich fehlt, ist der Hinweis, daß damit die Maya in der Physik und Astronomie zu Ihrem Zeitpunkt ein Wissen besaßen, welches sich ohne weiteres mit dem unsrigen messen kann, vielleicht dieses heutige Wissen sogar noch übertrifft – die Quelle des Wissens bleibt leider im Dunklen – auch warum es nötig ist, eine gesamte Zivilisation nach dem Sonnenfleckenrhythmus auszurichten. Wenn am 22. Dezember 2012 (in der Nacht der Wintersonnenwende) das jetzige große Zeitalter „untergeht“. Wird es interessant sein zu beobachten, ob sich tatsächlich das gesamte Magnetfeld der Sonne umkehrt – was in der Tat katastrophale Folgen für die Erde haben könnte, da sich das Magnetfeld der Erde in beständiger Wechselwirkung mit den Magnetfeldern der Sonne befindet. Wir haben also noch gute 14 Jahre vor uns – die 14 letzten Jahre eine gewaltigen Mayazyklusses von insgesamt 5040 Jahren. Wird sich der Eingang in das 5. Große Zeitalter ruhig vollziehen – wir wissen es nicht. Die Maya berechneten alles voraus und zurück. Sollten die Magnetfelder der Sonne sich tatsächlich so exakt berechnen lassen und diese wiederum in einer so starken Wechselwirkung mit der Erde treten können, werden wir uns tatsächlich am 22. Dezember 2012 auf etwas gefaßt machen können. Der berühmte Polsprung, nicht auf der Erde, sondern auf der Sonne.
Woher kam dieses Wissen und wozu war es überhaupt da? Die Grabplatte von Palenque stellt nicht, wie von Erich von Däniken behauptet, einen Astronauten dar (nach Überzeugung der Autoren), sondern ist eine verschlüsselte Botschaft des Popol Vuh, des heiligen Buches der Maya. Ist Ihnen denn nicht auch schon aufgefallen, das zwei Ecken der Grabplatte abgeflacht sind, warum wohl, was verbergen sie? Und ist der Raumfahrtanzug der abgebildeten vielleicht doch nicht ein Raumfahrtanzug (dafür ist er nämlich viel zu kurz...), sondern eher ein Rock aus Plättchen, nämlich der Jaderock der Wassergöttin Chalchiuhtlicue? Befinden sich in diesem Bild und dem umlaufenden Fries der Grabplatte tatsächlich versteckte Bilder und Informationen, wie die Autoren es herausgefunden meinen zu haben?!
In Bezug auf die Paläo-SETI Hypothese wird diese Grabplatte deswegen nicht uninteressant, dennoch fällt damit möglicherweise einer der Eckpfeiler der Däniken-Hypothese. Woher allerdings ursächlich das Wissen kam und welch enorme wissenschaftliche Leistung dies alles darstellt ist im Dunklen. Verbrannt wurde von der katholischen Kirche viel, zu viel, um die Fragmente heute zweifelsfrei zu deuten, dennoch blieb genug verschont um uns ein phantastisches Bild zu bieten. Die Maya, ein Volk von herausragender Bedeutung in der menschlichen Geschichte, die Meister der astronomisch, mathematischen Zahlenakrobatik. Ein so übergeordnetes, komplexes und teilweise abstraktes Wissen zu einer Zeit auf der Erde zu finden, wo in vielen Regionen der Welt die Menschen noch nur an Ihr „Überleben“ dachten und Hungersnöte alltäglich waren, erfüllt mich immer wieder mit Erstaunen.
Es freut mich, das doch noch immer wieder neues Wissen in unsere Thematik einfließt, wenn wir dies nur gestatten und uns auch damit beschäftigen. Das vorliegende Buch ist unverzichtbar, da es einesteils an einem Eckpfeiler der Paläo-SETI Thematik rüttelt und andernteils ein neues noch schöneres und großartigeres Wissen offenbart. Der große 4. Zyklus geht zu Ende, Sie sollten das Buch mindestens innerhalb der nächsten 14 Jahre lesen.