Das Goldene Horn
Die Goldenen Hörner von Gallehus
Diese Goldhörner wurde 1639 und 1734 in Südjütland gefunden, aber schändlicherweise bereits 1802 aus der Königlichen Kunstkammer in Kopenhagen gestohlen und vom Dieb eingeschmolzen. Bedauerlicherweise war die Strafe für den Dieb nicht hoch genug. Trotz des Verlustes dieser unersetzlichen Hinterlassenschaft der germanischen Vor- und Frühgeschichte, wurden gute zeitgenössische Darstellungen der Hörner angefertigt.

(A) Horn zu Gallehus
Die Runeninschrift, welche schlicht den Hals von Horn A ziert, bedeutet übersetzt:
"Ich, Leegast aus Holt das Horn erzeugte"
Das Erschaffungsjahr ist mit ca. 400 n. Zw. anzunehmen, obwohl einige Archäologen und Geschichtswissenschaftler ein weitaus früheres Entstehungsdatum für die Hörner annehmen.
Während die runische Inschrift am Rand der Hörner verläuft, zeigt sie eine Fülle von erhabenen germanisch, heidnischen Sinnbildern. Allerdings macht die Deutung den Wissenschaftlern noch arge Schwierigkeiten. Insbesondere die Darstellung einer Figur am oberen Rand von Horn A wirft viele Fragen auf (siehe auch die vergrößerte Abbildung). Die Figur besitzt antennenartige Fühler und "schwebt" im Gegensatz zu den Sie umgebenden Personen ein Stück in der Luft. Die Figur ist darüber hinaus mit einem "Speer oder "Stock" bewaffnet und ist von Sternendarstellungen umgeben. Die sie umgebenden Personen tragen alle erhobene Schilde. Im unteren Bereich sind Darstellungen mit Menschen und Pferden abgebildet. Die Pferde sind zum Teil stark stilisiert, eine eventuelle "Aufbruchstimmung" ist nicht für abwegig zu halten.
Wesen und Personen mit Hörnern/ Antennen werden in der gängigen Literatur der Fachgebiete als machtvolle, mythische Wesen beschrieben. Darstellungen wie im Indian Creek (Utah/USA) oder die humanoiden Wesen/Gestalten, welche im Westen der USA, im Barrier Canyon/Utah zu finden sind, bestätigen die weltweite Verbreitung dieser Wesen. Auch auf den Gesellschaftsinseln/Polynesien (Taiarapu) werden mächtige Wesen und Götter mit Antennen / Hörnern versehen. Hier ist insbesondere der polynesische Gott Maui zu nennen.
Eine abschließende Bemerkung kann man zu diesen weltweit verbreiteten Darstellungen von Wesen mit "Antennen, Fühlern, Hörnern, etc." nicht machen.

(B) Horn zu Wismar
Die Informationen, die wir als interessierte Forscher haben, sind zu knapp, zu unpräzise und erlangen nie den Stand einer gesicherten Information.
Wir können somit all diese Bruchstücke aus einer fernen und vergangenen Zeit nur den Interessierten und somit Ihnen als Leser und Forscher zur Diskussion und Betrachtung stellen. Die Auswertung und Bewertung all' dieser Fundstücke überlassen wir denen, die Lust und Interesse an diesem Forschungsgebiet zeigen.
Literatur
Thorold Wardle, "Neue Runenkunde", Faksimile Verlag, 1987 Ralph Blum, "Runen", Nordland Verlag.
Hermann Wirth, "Europäische Urreligionen und die Externsteine", Volkstum Verlag Wien, 1980