VOM GUGUNG zum Dach der Welt - den Göttern nah...

 

China ist immer noch mit vielen Geheimnissen umgeben, nicht zuletzt wohl deswegen, weil es sich erst jetzt langsam beginnt dem "Westen" zu öffnen. Aus diesem Grunde möchte ich Sie als Leser erst einmal mit einer allgemeinen Einführung in die VR China auf dieses Land und seine jahrtausende alte Kultur vorbereiten.

Die Geschichte des uns bekannten Chinas beginnt vor über 4.000 Jahren. China ist somit ein Land mit einer der ältesten Hochkulturen der Welt. Ebenso ist auch die Ausdehnung die das chinesische Reich umfaßt enorm: Die Fläche Chinas macht 9,6 Millionen Quadratkilometer aus, darunter sind 33 % Gebirge, 26 % Hochebenen, 19 % Becken, 12 % Ebenen und 10 % Hügel. Die Länge der Landesgrenze beträgt mehr als 20.000 Kilometer. China selbst ist von 12 Nachbarländern umgeben.

Die Hauptstadt Peking (oder Beijing) hat zur Zeit bereits über 13 Millionen Einwohner und dazu einen unzumutbaren PKW Verkehr. Ebenfalls an die Grenzen des zumutbaren stoßen die über 7 Millionen Fahrräder auf Pekings Straßen.

Peking ist heute wie damals das Zentrum für Wissenschaft, Politik, Kultur und Verkehr für das ganze Land. Ebenso ist Peking seit jeher ein bedeutendes Zentrum für das Militär und den Handel für alle nördlichen Provinzen.

In der Frühlings- und Herbstperiode und der Zeit der streitenden Reiche war in Peking die Hauptstadt des Jan - Reiches und der Liao Dynastie war Peking Nebenhauptstadt. Später war Peking die Hauptstadt der Jing, Yuan, Ming und Qing Dynastien mit einer somit über 800 jährigen Geschichte. Peking ist somit eine der 7 alten Hauptstädte Chinas.

In Peking selbst gibt es unzählige verschiedene alte Kaiserpaläste, kaiserliche Hallen, Parks und Gärten, Klöster, Tempel, Mausoleen und alte Pagoden.

Ebenso aber auch große Trabantenstädte aus "wunderschönem" Beton und nicht zu vergessen bietet Peking dem Besucher immer noch ein Bild der Armut in bestimmten Bereichen der Stadt wie untenstehendes Bild Ihnen zeigt:

 

chin. Gasse

 

China ist in 23 Provinzen unterteilt, 3 regierungsunmittelbare Städte, 5 autonome Gebiete und etliche Komandanturen im ganzen Land. Der größte chinesische Fluß hat eine Gesamtlänge von über 6380 Kilometer, der größte Süßwassersee hat eine Ausdehnung von über 5050 Quadratkilometer.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat die chinesische Bevölkerung eine Größe von nunmehr über 1,3 Milliarden Menschen erreicht. Nach der Volkszählung von 1991 leben in China pro Quadratkilometer 118 Menschen. Knapp 30 % aller Chinesen wohnen in den Städten. Der Rest (70 %) wohnt auf dem Lande oder in Dörfern.

Die uns insbesondere interessierende chinesische Geschichte umfaßt wie besagt gut 4.000 Jahre. Die wichtigsten Erfindungen der alten Zeit waren der Kompaß, die Papierherstellung, das Schießpulver (Schwarzpulver) und die Drucktechnik mit bewegbaren Lettern.

Der antike Verteiligungsbau - die große Mauer - wird als eines der größten Weltwunder angesehen.

 

chinesische Mauer

 

Die große Mauer mit einer Ausdehnung von weit über 10.000 Kilometer ist das längste Bauwerk der Menschheitsgeschichte. Es ist als einziges vom Mond aus zu entdecken. Allerdings werden Touristen immer nur zu den noch intakten Stellen der großen Mauer geführt, wie z.B. in Badaling. Die chinesische Mauer ist jedoch in weiten Teilen sehr schadhaft und befindet sich in einem leider schlechten Zustand, wobei untenstehende Abbildung vom Grad der Zerstörung noch im milden Bereich liegt.

 

Chinesische Mauer

 

Der antike Peking  - Hangzhou - Kanal ist noch immer der längste Kanal der Welt. In der langen und facettenreichen Geschichte Chinas entwickelte sich eine reiche und großartige Kultur, deren Überreste noch heute im ganzen Land zu finden sind.

 

Chinesische Epochen: 

 

Dynastien:                                    Zeitraum:

 

Xia                                            ca. 21. bis 16. Jh. v.d.Z..

Shang                                     ca. 16. bis 11. Jh. v.d.Z..

Zhou                                        ca. 11. bis 221 v. d. Z.

Qin                                           221 bis 207 v. d. Z.

Han                                          206 v. d. Z. bis 220 u. Z.

Die drei Reiche                     220 bis 280 u. Z.

Jin                                            265 bis 420 u. Z.

südl. & nördl. Dynastien   420 bis 581 u. Z.

Sui                                           581 bis 618 u. Z.

Tang                                        618 bis 907 u. Z.

Die 5 Dynastien                     907 bis 960 u. Z.

Song                                        960 bis 1279 u. Z.

Liao                                          916 bis 1125 u. Z.

Jin                                            1115 bis 1234 u. Z.

Yuan                                        1271 bis 1368 u. Z.

Ming                                         1368 bis 1644 u. Z.

Qing                                         1644 bis 1911 u. Z.

 

Von 1911 bis 1949 war die Zeit der Republik China mit ausgesprochenen Machtkämpfen zwischen Nationalisten und Kommunisten inklusive der Besetzung von großen Teilen Chinas durch die Japaner (1936 - 1945).

Dieser unglückliche Zustand führte dazu, das große Teile der Kunst- und Kulturschätze Chinas ausgelagert wurden und sich zum teil noch heute in anderen Ländern befinden. Insbesondere die Kulturgüter der verbotenen, purpurnen  Stadt befinden sich heute zum Großteil im Palastmuseum auf Taiwan.

Der größter Frevel wurde aber nicht während dieser Zeit begangen, sondern fand erst viel später statt. 1949 wurde von Mao die Volksrepublik China ausgerufen und das Zeitalter des Sino - Kommunismus begann. Mit der Kulturrevolution 1968/69 brach allerdings dann für die alte chinesische Kultur und die überaus wertvollen Kunstgegenstände dann aber das dunkelste Kapitel chinesischer Geschichte an - die völlige Zerstörung von allem was alt und schön war...

Die Vernichtung war so all` umfassend, daß heute nur noch in vielen Museen und Tempeln KOPIEN zu betrachten sind. Dies erschwert natürlich ungemein die Suche nach Indizien für den Beweis oder Gegenbeweis bezogen auf unsere Gesamtthematik.

Dennoch gibt es unverwischbare Spuren in Sprache und Schrift und ebenfalls sicher auch in der Genetik der Chinesen. Die DNS (Gen-) Forschung wird sicherlich noch einiges zutage bringen, was Anhaltspunkte für unsere Gesamtthematik bietet. Insbesondere das Aussehen der Chinesen, mit Ihren schrägestellten Augen (welches übrigens ein dominantes Erbmerkmal ist und erst nach etwa 7 - 8 Generationen an Wirkung verliert) ist ein nicht zu übersehendes Indiz. Abbildungen insektenförmiger Gottheiten in aller Welt und der Verweis auf die sog. "Kleinen Grauen" mit Ihren teilweise schrägestellten, großen, schwarzen Augen bieten Verknüpfungspunkte.

 

Luftaufnahme verbotene Stadt

 

Die verbotene, purpurne Stadt hat wie ich schon im vorangegangenen Text sagte, durch die Kulturrevolution große Schäden erlitten. Doch die Schäden sind auch geistiger Natur, noch heute kümmert sich kein Chinese um sein kulturelles Erbe. Der Verfall und die alltäglichen Beschädigungen in der verbotenen, purpurnen Stadt haben mittlerweile ein sehr großes Ausmaß angenommen. Die Eintrittspreise sind für Touristen überaus hoch und liegen im Vergleich zu den chin. Eintrittspreisen um das 3 - 4 fache höher, je nach Besuchsziel.

Zu sehen gibt es in der verbotenen Stadt so gut wie nichts, da ja der größte Teil entweder ausgelagert wurde bzw. der "Kulturrevolution" zum Opfer viel. Für alle Extras muß im Palastmuseum (Gugung) bezahlt werden. Was man allerdings dort für sein Geld erhält ist ärmlich.

In den meisten Hallen, wie z.B. der Halle der allerhöchsten Harmonie befinden sich nur noch die Thronsessel, alles andere ist "verschwunden".

 

Thronsessel

 

Die Halle der allerhöchsten Harmonie sehen Sie hier noch einmal von außen. Achten sie bitte auf die ausladenden Dachecken. Auf Ihnen befindet sich ein interessantes Detail welches im unteren Bild vergrößert dargestellt ist.

 

Halle

 

Dach

 

Diese sog. Drachenparade wird angeführt vom Kaiser, welcher wiederum auf einem fliegenden Phönix sitzt. Hierzu verweise ich auf die Legende um den ersten Kaiser von China, den legendären "Gelben Kaiser" welcher am Ende seiner Amtsperiode auf dem Rücken eines "Drachen" in den "Himmel" aufgefahren ist um zu seinem göttlichen Ursprung zurückzukehren. Die alten Chinesen waren der Überzeugung, daß Sie als Himmelssöhne auf Drachen bzw. dem Phönix auf die Erde hernieder gekommen waren. Nähere Informationen über den auch "magisch" begabten "Gelben Kaiser" erhalten Sie in der nächsten Ausgabe des GEAS FORUM die sich dann ausführlich mit dem Kaiser der Xia und dem Kaiser der Qin - Dynastie (Terrakotta Armee) auseinandersetzen wird.

 

Die Minggräber bieten dem Besucher leider gar nichts, sie sind vielmehr zu einer kommerziellen Einnahmequelle für die Chinesen geworden, welche so und so überall an allen kulturellen Stätten ihren Ramsch verkaufen. Das untenstehende Bild gibt Ihnen leider nicht den Eindruck das man sich hier leider mit vielen Tausend Chinesen durchdrängeln muß. Die Grabanlagen selber sind keinen Besuch wert, man fühlt sich hier eher wie in einem nassen Betonbunker ohne den geringsten Hauch von der sicherlich einstmals anwesenden Atmosphäre. Vielmehr sieht man andauernd nur Massen von Chinesen die beständig Geld werfen (Glücksritual).

 

Straße der Tiere (Minggräber)

 

Schließlich und endlich wollen wir uns auf die chinesische Schrift konzentrieren. Auch hier gibt es event. Hinweise auf eine Anwesenheit von Außerirdischen Intelligenzen.

Was bei uns bereits den ABC - Schützen von Anfang an vertraut ist, nämlich 26 Buchstaben mit ein paar Umlauten, sieht bei den Chinesen ganz anders aus. Die chinesische Schrift ist aus bildhaften Darstellungen mit einer ganz konkreten Bedeutung hervorgegangen. Stets lassen sich alle Zeichen auf ein Symbol zurückführen, läßt sich die Entwicklung von der reinen Bilderschrift über verschiedene Zwischenstadien bis hin zu den heute gebräuchlichen, zumeist stark abstrahierten Schriftzeichen erkennen. Einige der Idiome - wie z.B. die Zeichen für Hund, Schaf, Ochse oder Kröte lassen sich noch Heute ganz klar erkennen.

 

Stele in Changling

 

Das Zeichen auf der Stele in Changling deutet mit ziemlicher Sicherheit auf eine Rakete an einer Startrampe hin. Die Bedeutung dieses Zeichens ist "Wieder" bzw. "Wiederkehrend".

 

Im nächsten Bild können Sie die Schriftzeichen für Himmel bzw. "der vom Himmel gekommene" sehen.

 

(Schriftzeichen)

 

Nebeneinander gestellt, wie hier zu sehen, ergeben die Schriftzeichen sogar den Text:

 

"Der vom Himmel gekommene kehrt zurück"

 

Alles weitere ergibt sich dann wohl eher von selbst als jeder weitere überflüssige Kommentar.

Viele Schriftsymbole aber erfuhren im Laufe der Jahrtausende nicht unerhebliche Veränderungen. Was am Beispiel des Begriffes "Himmel" auf einfachste Weise gezeigt werden kann. In Anyang in der Provinz Henan wurden uralte, sogenannte "Orakelknochen" ausgegraben, deren Alter man auf 4.000 bis 5.000 Jahren schätzt. Auf einem dieser Artefakte fand man das ursprüngliche Zeichen für "Himmel". Es gleicht haargenau einer Gestalt mit klobigen Kopf und dünnen Extremitäten. In jener Zeit hatte diese Glyphe auch noch eine andere Bedeutung:

 

"Der vom Himmel gekommene".

 

Ist dies Zufall ? Es muß wohl schon etwas sehr besonderes geschehen sein, daß dieser Begriff eine so bedeutsame Personifizierung erlangt. Ein Besuch aus dem "Himmel", dem Universum könnte hier sofort assoziiert werden. Gibt diese Glyphe exakt dieses geschehene wieder ?

Für den Forscher der Gesamtthematik dürfte die chinesische Schrift noch einige Überraschungen parat halten. 

Obwohl wie bereits erwähnt die Ming - Gräber für den Forscher nichts interessantes bereit halten, so ist jedoch ein Objekt in der unmittelbaren Nähe der Grabanlage des  dritten Ming - Kaisers "Yong - Le" in dieser  Hinsicht von interessanter Bedeutung. Wie auf der Abbildung der Stele ersichtlich, zeichnet sich hier ein Objekt ab welches man als "Rakete" bezeichnen könnte - inklusive der Abschuß- und Versorgungsrampe (Turm).

Die gesamte Grabanlage des dritten MIng - Kaisers ist streng nach den Regeln der heiligen Geomantie (Feng - Shui) ausgerichtet und das Grab wurde bis dato auch nicht geöffnet.

Leider handelt es sich bei der Stele wieder einmal nur um eine Kopie, da das Original zerstört wurde. Es wird allerdings versichert, daß es sich hierbei um eine detailgetreue Wiedergabe des Originals handelt.

Spielt man also das Spiel:

 

Das sieht aus wie ...

 

kommt man leicht auf einige verblüffende Erkenntnisse und wahrscheinlich auf noch mehr Fragen. 

Denken sie bitte beim betrachten dieser Stele an die Weltraumbahnhöfe in Baikonur oder in Cape Kennedy.

Seit wenigen Jahren nehmen sogar chin. Archäologen diese Deutung als die wahrscheinlichste an. Für das Zeichen "Himmel" wird die ursprüngliche Deutung bzw. Schreibform "thien" herangezogen die auf die Überzeugung der alten Chinesen zurückführt, Ihre Vorfahren seien mit den Vögeln (Phönix) bzw. mit den Drachen auf die Erde gekommen.

Unsere Thematik scheint somit also auch bereits in China Gesellschaftsfähig zu werden.

 

Der Mythos beginnt:

 

Es wird erzählt: Eines Tages erschien der altrömische Kaiser Cäsar im Theater. Sein prächtiges Gewand, das aus chinesischer Seide angefertigt war, zog sogleich die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich. Seitdem war chinesische Seide in Rom eine Zeitlang große Mode. Ihr Preis schnellte in die Höhe, Seide wurde mit Gold aufgewogen.

Auch Cäsars Seide war nach Rom über die uns sicherlich allen bekannte und berühmte "Seidenstraße" gelang, welche ihren Ausgangspunkt in der Stadt Xi`an nahm. Vor über 2.000 Jahren hieß das heutige Xi`an; Chang`an, was soviel wie "Immerwährender Friede" bedeutet. Xi`an war 1.120 Jahre lang die Hauptstadt von 12 Kaiserdynastien. Damit zählt Xi`an zu den sechs ältesten Stadtarealen Chinas.

 

Heute ist Xi`an die Hauptstadt der Provinz Shaanxi. Mit einer Ausdehnung von über 9.200 Quadratkilometern und mittlerweile weit über 6 Millionen Einwohnern, ist Xi`an die größte Stadt im Nordwesten Chinas. Xi`an ist eine von Toristen vielbesuchte Stadt, insbesondere aufgrund zweier Tatsachen:

 

- das Grabmal des legendären 1. Kaisers von China, der sogenannte "magische" Gelbe Kaiser.

  - die Terrakotta Armee und die Pyramide des 1. chinesischen Feudalkaisers Shihuang.

 

Beide Punkte liegen in unmittelbarer Nähe von Xi`an und sind ohne weiteres als die sprichwörtlichen Hauptatraktionen zu betrachten. Das Grabmal des ersten Kaisers zwar mehr wegen seiner Legenden die sich um den ersten Kaiser ranken, die Terrakotta Armee aber um so mehr wegen der fast schon rituellen Ruhe und Harmonie die sie ausstrahlt.

 

Ein Ort der Geschichte gemacht hat:

 

Am Huanghe (dem Gelben Fluß) liegt die Wiege der chinesischen Nation. Die Niederung des Weihe, eines Nebenflusses des Huanghe, spielt in der chinesischen Geschichte eine wichtige Rolle. Sie ist einer der geburtsorte der chinesischen Kultur. Durch den Lantian - Menschen, den Banpo - Menschen und die Legenden über den Gelben Kaiser Gongsun Xuanyuan erhalten wir ein deutliches Bild vom Leben der Chinesen in der Vorzeit.

1963 fanden Archäologen in dem südöstlich von Xi`an gelegenen Kreis Lantian Unterkiefer- und Schädelknochen, sowie Steingeräte der vor 500.000 bis 600.000 Jahre lebenden Menschen. Der Lantian Mensch verwendete primitive Steinwerkzeuge wie Hackgeräte, Spitzen, Schaber oder auch primitiv bearbeitete Kugeln. Jedoch ist hervorzuheben, daß der Schädelinhalt schon hier weit aus größer war, als der der heute Lebenden Menschenaffen. Ebenso war dem Lantian - Menschen bereits ein Bestattungsritual für seine Verstorbenen bekannt.

 

Die "Magie" des Gelben Kaisers:

    

Historischen Überlieferungen zufolge trat vor etwa 5.000 Jahren unter den Stämmen am Mittellauf des Huanghe eine Gestalt hervor, die sich bald schon einen Namen als bedeutender Stammesführer machte. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um diesen Mann, dessen Name seit alters her mit Huangdi, der "Gelbe Kaiser", angegeben wird. Ihm soll auch ein Grab zugehören, das in Qiaoshan im Kreis Huangling nördlich der Stadt Xi`an aufgefunden wurde.

Infolge anhaltender Kriegswirren konnten sich in Zentralchina schließlich drei Stammesgruppen unter den Häuptlingen Huangdi, Yandi und Chiyou als Führungsmächte behaupten. Die Heimat der von Huangdi und Yandi geführten Stammesgruppen lag im Flußgebiet des Weihe. Später wanderten Sie an den Ufern des Huanghe ostwärts und besiedelten die Gebiete der heutigen Provinzen Shanxi, Henan und Hebei. Chiyou hatte der Überlieferung nach 81 Brüder. Sie alle sahen wie Ungeheuer aus und konnten Wind und Regen herbeirufen. Ihr Stammesgebiet, das Anfangs auf den Südteil der heutigen Provinz Shandong beschränkt war, weitete sich später auf die Provinzen Hebei, Henan und Anhui aus. Bei Zhuolu, das vermutlich im heutigen Hebei lag, kam es zwischen Chiyou und Huangdi zu einer langandauernden und heftigen Schlacht. Chiyou besaß auch magische Fähigkeiten wie sein Gegenspieler Huangdi, dieser aber hatte darüber hinaus auch noch ein gutes strategisches (millitärisches) Wissen. Mit diesem Vorteil unterwarf Huangdi seinen Gegner und besiegte später auch noch Yandi. Huangdi stieg durch diese Siege zum unbestrittenen Herrscher über die Provinzen des damaligen Zentralchina auf.

Nach der Vereinigung aller Stämme in Zentralchina, organisierte Huangdi, die Verwaltung seines Herrschaftsgebietes. Er setzte fähige Leute als Gebietsfürsten ein und sorgte für Eintracht unter den bis dato verfeindeten Stämmen. Er förderte den Ackerbau, propagierte die Seidenweberei und erzog den Menschen zu Fleiß und zielstrebiger Arbeit. Mit Huangdi begann in China das Zeitalter der chinesischen Zivilisation.

 

Überirdische Wesen:

  

In den Mythen wurde Huangdi zu einem überirdischem Wesen, das vom Himmel auf die Erde herabgesandt worden war. Eines Tages, als er während einer Inspektionsreise in Jingshan, Provinz Henan, weilte kam der Gelbe Drache vom Himmel geschwebt und erklärte ihm:

 

"Du hast Deine Mission erfüllt, Huangdi.

Kehre nun in den Himmel zurück."

 

Huangdi fügte sich dem Willen des Himmels, stieg auf den Rücken des Gelben Drachen und flog mit ihm zurück in den Himmel. Als der Drache auf dem Heimweg allerdings Qiaoshan im Kreis Huangling überflog, bat Huangdi um die Erlaubnis, absteigen und von den Menschen in der Heimat seines Stammes Abschied nehmen zu dürfen. Die Stammesbrüder waren zu Tränen gerührt und baten Huangdi immer wieder bei ihnen zu bleiben. Als Huangdi sich wieder auf den Drachen schwang, gelang es ihnen, seiner Kleider habhaft zu werden. für die sie später ein Mausoleum errichteten.

Alle Chinesen halten sich für Nachkommen des "Gelben Kaisers". Jede Dynastie pfegt das Mausoleum Huangdi`s. Nicht selten wählten Kaiser und Herrscher der verschiedensten Dynastien einen glückverheißenden Tag aus, verfaßten Opfergebete und schickten Gesandte mit Opfergaben und dem Gebet zum "Grab" des Gelben Kaisers. Bis heute pflegt die Bevölkerung während des Totenfestes (Qingming) im April am "Grab" Hunadi`s ihrer Ahnen zu gedenken. Dies gilt insbesondere für Auslandschinesen. Manche kommen eigens für dieses Fest hierher, um ihrem Gefühl für die Heimat so Ausdruck zu geben.

Das heute 3,6 m. hohe Mausoleum Huangdi`s, das mit einem Umfang von 48 m. als Chinas wichtigstes, altes Grab gilt, liegt mitten zwischen alten und ehrwürdigen Zypressen und Kiefern. Eine der Zypressen soll angeblich selbst vom "Gelben Kaiser" gepflanzt worden sein; den etwa 10 Meter dicken Stamm können selbst 7 Menschen nicht umfassen. Ausländische Botaniker halten diese Zypresse für die älteste auf der ganzen Erde. Ob ihr Alter allerdings ca. 5.000 Jahre beträgt, ist noch nicht eindeutig festgestellt worden. Botanisch gesehen wäre es allerdings ein Wunder der besonderen Art, daß eine Zypresse dieses "kaiserliche" Alter erreicht, obwohl es nicht ungewöhnlich ist, daß Zypressen äußerst alt werden.

 

Die Pyramide des Kaisers Shihuang

und die Terrakotta -  Armee

 

Die Pyramide und der in ihr enthaltene Palast des Qin - Kaisers Qin Shi Huangdi, was soviel wie Höchster, erlauchter Kaiser von Qin bedeutet (259 - 210 v.Zw.), des ersten Kaisers der chinesischen Feudalgesellschaft, liegt am Fuße des Lishan - Bergs im Kreis Lintong, 30 Kilometer nordöstlich von Xi`an.

In der Tat ist in diesem Zusammenhang  zu erwähnen, daß die Bezeichnung "CHINA" nur eine simple Ableitung von "QIN" ist.

Dieser Kaiser stammte aus einem ganz besondern Volk: den Ts`in`s. Diese wurden oft als Barbaren bezeichnet, weil sie Ihre Kleider links knöpften, ihre Kultur fremdartig war und sie Ihre Zähne schwärzten. Auch Tätowierungen waren bei den Ts`in`s nicht selten.

Der eigentliche Name Sihuangs lautete Ying Zheng. Er war der Gründer des ersten zentralistischen Feudalreiches in China. Unter seiner herrschaft wurde China zu einer territorialen Einheit zusammengeschlossen und die Einheit in wirtschaftlicher, politischer wie auch millitärischer Hinsicht verwirklicht. Auch die kulturelle Einheit vollzog sich mit diesem Schritt.

Huangdi führte in China ein einheitliches Maß- und Gewichtssystem ein; er ließ auch die chinesische Schrift vereinfachen. Es gelang ihm, Wirtschaftsreformen in seinem Herrschaftsgebiet rigeros durchzusetzen. Der Nachwelt bekannt wurde Huangdi allerdings durch einen Umstand der ihm noch heute zu Ehre gereicht. Huangdi ließ an der Nordgrenze seines Terretoriums eine Befestigungsmauer anlegen, welche nach seinem Tode, nach nur 12 jähriger Amtszeit, zu der berühmten chinesischen Mauer ausgebaut werden sollte.

Das von ihm geschaffene, zentralistisch ausgerichtete feudale Herrschaftssystem, welches das ganze Land erfasste, prägte über 2.000 Jahre das politische Antlitz des "Reiches der Mitte".

Auch dieser große Kaiser hatte eine "Achillesferse", und das war seine schon  manische Angst vor dem Tode. Seine größte Hoffnung war die "Droge der Unsterblichkeit", die nach alter Überlieferung auf einer Insel im Ostmeer als "Kraut der Unsterblichkeit" zu finden sein sollte. Um diese Droge zu pflücken sandte er zwei große Expeditionen aus. Die erste wurde mit 1.000 geweihten Knaben und Jungfrauen auf die Reise geschickt. Als Anführer fungierte der Magier HSU FU aus Chi. Dieser musste dann allerdings seinem Kaiser berichten, daß sie zwar die Insel "Penglai" gefunden hatten, aber von monströsen Fischen daran gehindert worden wären auf derselben zu landen. Die zweite Expedizion wurde mit einem Trupp Armbrustschützen losgeschickt. Auf die erfolgreiche Rückkehr dieser Gruppe wartete der Kaiser sogar noch in den letzten Tagen seines Lebens. Soweit die Legenden um seine Amtszeit...

Besonders war aber dieser Kaiser nicht nur wegen seiner Bauwerke und seiner Regierungsarbeit, sondern auch wegen bestimmter Gegenstände die sich in seinem Besitz befunden haben sollen. Zum Beispiel ein ganz besonderer Spiegel:

Nach der Überlieferung soll der Spiegel die Fähigkeit gehabt haben, die Knochen des Körpers zu erhellen. Ein prähistorisches Röntgengerät ? Dieser Spiegel war 1,22 m. breit, 1,76 m. hoch und hatte je eine glänzende Außen- und Innenseite. Ein Patient der vor den Spiegel trat, sah sich auf dem Kopf stehend, legte der Patient seine Hände auf die linke Brustseite, dann zeigte ihm der Spiegel sämtliche Organe. Sogar der Sitz verborgener Krankheiten sollte dann zu erkennen sein...

Dieser wundersame Spiegel soll sich noch im Jahre 206 v.Zw. im Palast Hien - Yang`s in der Provinz Shaanxi befunden haben. Was mit dieser rätselhaften Aparatur danach allerdings geschehen ist, liegt bis heute im "Dunkel" der Geschichte.

Das Ende seiner Amtszeit müssen wir in diesem Zusammenhang leider vorausnehmen: Nach seinem Tode tobten blutige Machtkämpfe. Das von ihm gehortete kostbare Schriftgut blieb dabei natürlich nicht unangetastet. Die riesige Sammlung wertvoller Schriften wurde fast vollständig verbrannt. Lediglich technische Lehrbücher und bestimmte Nachschlagewerke blieben erhalten.

Wertvolles Wissen ging, wie es auch schon anderswo passierte und noch passieren wird, für immer verloren.

Schon kurz nach seiner Thronbesteigung (im ersten Jahr seiner Regierungszeit) gab Kaiser Shihuang den Auftrag zur Errichtung seiner letzten Ruhestätte. Historischen Aufzeichnungen zufolge stand das ganze Projekt unter der Leitung des "Kanzlers", welcher es auch entworfen hatte. Die Oberaufsicht hatte die Generalität der chin. Armee. Das Grabmal soll von 700.000 Arbeitern errichtet worden sein. Die Bauzeit für das Objekt betrug 36 Jahre, lt. Auskunft von Prof. Fu Tianchou (Universität Peking).

 

"Dämonen" - als Grabwächter

 

Die mit seltenen Kostbarkeiten und wunderbaren Schätzen angefüllten Grabkammern sollen mit Hilfe von "Dämonen" bewacht werden, welche jeden Eindringling auf der Stelle töten. Nach alten Legenden und Sagen über dieses Grabmal läßt sich aber auch der Schluss nahelegen, daß die "Dämonen" nichts weiter als mechanische Grabfallen sind, welche Pfeile abschießen - auf natürlich nur "unerwünschte" Besucher...

Zu diesem Schluss kommen nach umfangreichen Untersuchungen auch die chin. Archäologen, welche mit dem Objekt zur Zeit beschäftigt sind.

Die chin. Archäologen vermuten auch noch kompliziertere Fallen im Grabkomplex, da Shihuang nicht nur ein Meister der Kriegskunst, sondern auch seiner Zeit weit voraus war.

 

12.000 Quadratmeter Quecksilber

 

Im gesamten Objekt wurden große Mengen von Quecksilber durch Sonar- und Ultraschalluntersuchungen, sowie Bohrproben festgestellt. Die Legende berichtet uns, daß Shihuang die gesamte damalig bekannte Welt in einem verkleinerten Maßstab nachbildete. Flüsse, Seen und Meere wurden mit Quecksilber aufgefüllt, die angestellten Untersuchungen beweisen diese Legende nun.

Alle kaiserlichen Konkubinen, die dem Kaiser kein Kind geboren hatten, sollen mit dem Kaiser als sein Totengeleit begraben worden sein. Das gleiche Schicksal soll auch alle Handwerker und Arbeiter, welche am Bau des Mausoleums beteiligt waren, ereilt haben. Ebenfalls, da der Kaiser eine Vorliebe für exotische Tiere hatte, wanderte sein gesamter Zoo mit in die Grabpyramide.  Dieses bis dahin nur mit der "Großen Pyramide" von Gizeh vergleichbare Projekt, sollte die "Allmacht" des "Himmelssohnes" demonstrieren.

Die Anlage wurde als unterirdische Palaststadt konstruiert, rechteckig und nach "kosmischen" Regeln ausgerichtet. Umgeben wurde die Grabanlage mit einer 6 km. langen Mauer, die in jeder Himmelsrichtung mit einem gewaltigen Tor bestückt war. Im Innern eine weitere ummauerte Fläche, der verbotene Bezirk. Im Zentrum schließlich die etwa 50 m. hohe Grabpyramide. Der gesamte Komplex wurde nach dem Tod und der Überführung des Kaisers in seine Pyramide auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin mit Erde bedeckt und bepflanzt (Bäume, Sträucher sowie Blumen), damit niemand mehr diesen Hügel als sein Grabmal erkennen möge.

Der künstlich aufgerworfene pyramidenförmige Tumulus, den man heute sieht, ist ca. 47 m. hoch und bedeckt eine Fläche von 485 x 515 m. = 249.775 Quadratmeter. Am 29. März 1985 berichtete die Zeitung Guangming Ribao:

 

"Die Archäologen haben im Grabhügel des Kaisers Shihuang einen unterirdischen Palast gefunden. Bis heute wurden die Palastmauern und die originalen Eingänge ermittelt, ebenso der Gang der zum Palast hinabführt.

Die Ausdehnung des unterirdischen Palastes beträgt: 184.000 Quadratmeter (460 x 400). Durch Stichproben im Erdreich des Grabhügels und seiner Umgebung sind die Archäologen zu der Feststellung gelangt, daß Quecksilber im Zentrum des unterirdischen Palastes reichlich vorhanden ist und eine Fläche von 12.000 Quadratmeter bedeckt. Die Quecksilberverteilung bildet eine geometrische Figur, wodurch sich die Rekonstruktion des Palastes, im Aufbau, einigermaßen sicherstellen läßt."

 

Soweit lassen sich also die historischen Aufzeichnungen bislang beweisen. Interessant ist in diesem Hinblick übrigens die enorme Ausdehnung des Quecksilbers - sollte etwa auf einer Fläche von nahezu 12.000 Quadratmeter die damals bekannte Welt abgebildet werden oder sind die Meere, Flüsse und Seen buchstäblich über ihre "Ufer" getreten. Im Laufe der Zeit wird sicherlich das eine oder andere Gefäß bzw. die eine oder andere Wandung schadhaft werden - die Folge ist ein "Auslaufen" des Wassers - hier Quecksilber, welches sich dank seiner Schwere an den tiefsten Punkten des Palastes sammelte.

Quecksilber, hier nur nebenbei erwähnt, ist übrigens ein besonders schwer zu findendes und schwierig zu schürfendes Schwermetall. Zu der damaligen Zeit sind solche enormen Mengen von Quecksilber sicherlich äußerst ungewöhnlich. Quecksilber, bzw. die Dämpfe des Quecksilbers sind hochgiftig und zerstören bei Einatmung das Gehirn, ebenso lagert sich Quecksilber in allen Lebenswichtigen Organen an. Wird man längere Zeit Quecksilberdämpfen ausgesetzt, führt dies mit Sicherheit zuerst zu senilem Verhalten, danach zu Debilität und zum Schluss zu Idiotie.    

 

Einer der bedeutensten chin. Historiker des antiken China: Ssu - ma Ch`ien (auch Sima Ch´ien, 144 bis 86 v.Zw.) gibt folgendes zu der Grabpyramide an:

 

"Die Arbeiter gruben sich durch drei unterirdische Wasseradern, die sie abschnitten und in die sie Bronze gossen. Ebenso wurde das gesamte Fundament in Bronze gegossen. Hierauf wurde dan der  steinerne Sarkophag aufgestellt. Handwqerker erhielten den Auftarg, Armbrustfallen mit mechanischen Selbsauslösern zu installieren. Die verschiedenen Flüsse und Ströme des Landes, der Yangzi und der gelbe Fluß, selbst der große Ozean wurden mit Quecksilber nachgebildet und von einer mechanischen Einrichtung in Bewegung gehalten. Oben, in der Decke der zentralen Grabkammer, war das gesamte Firmament auf einem Kupferhimmel dargestellt. Leuchter wurden montiert und mit Walfischoel gespeist, auf das sie, ohne zu verlöschen, für ewig brennen."

       

Grabräuber waren am Werk

 

Die Archäologen haben den Hügel umfassend untersucht, wobei nur zwei auf Grabraub hindeutende Höhlen mit einem Durchmesser von 90 bis 100 cm. und einer Tiefe von 9 m. entdeckt wurden. Da sich die Grabräubergänge allerdings auf der westlichen Seite der Anlage befinden, erreichen sie den Palast nicht. Außerdem liegt der Palast etwa in einer ungefähren Tiefe von 20 m., was ein Durchkommen mit normalen Hilfsmitteln unmöglich macht.

Die Archäologen sind daher der Auffassung, daß der Palastniemals beraubt wurde und sich somit in einem noch völlig unberührten Zustand befindet.

 

Folgende Indizien sprechen für diese Vermutung:

 

- Die aufgeschüttete Erde wurde nicht bewegt.

 

- Die Palastmauern zeigen keine Spur von Zerstörung.

 

- Das Quecksilber ist regelmäßig in der Anlage verteilt.

 

- Es wurde keine weiteren Grabräubergänge gefunden.

 

Die Forschungsarbeiten am Mausoleum sind noch voll im Gange. Die Öffnung der Pyramide bzw. der Grabanlage wird erstaunliches an das Tageslicht fördern, davon sind ale chin. Archäologen überzeugt. Zur Zeit sieht der Terminplan wie folgt aus: In diesem und im nächsten Jahr (1995/1996) werden die Restaurierungsarbeiten an der Terrakotta Armee abgeschlossen werden. Danach - also 1997 wird die Grabanlage nach weiteren Forschungen geöffnet werden. Soweit es nicht zu "außergewöhnlichen" Verzögerungen kommt. Archäologische Mitarbeiter des Planungsstabes haben mir persönlich versichert, daß die Presse bei der bevorstehenden Öffnung freien Zugang erhält um darüber zu berichten. Dies ist wohl etwas, daß für chin. Verhältnisse heutzutage sehr ungewöhnlich ist. Wir als Forscher hoffen natürlich, daß die chin. Regierung und die archäologische Abteilung des  Museum für chin. Geschichte dies wahr werden lassen. 

 

Ein "Ungeheuer" taucht auf

 

Die bereits freigelegten sensationellen Soldaten- und Pferdeplastiken befinden sich 1,5 km. westlich des Mausoleums. Hier gab es früher nur ödes Gelände.

 

Ein alter Bauer erzählt:

 

"Als ich 10 Jahre alt war, grub mein Vater in dieser Gegend einen Brunnen. Plötzlich sahen sie an der Brunnenwand ein "Ungeheuer" herausragen, welches einer Menschenfigur ähnelte. Das Auftauchen des "Ungeheuers" bewirkte, daß sich jenes bereits gesammelte Wasser anschickte zu versickern. Um das Ungeheuer zu bestrafen holte mein Vater es aus dem Schacht und ließ es in der brennenden Sonne ausdörren. Im März 1974 stießen wir wieder beim Brunnengraben auf ein solches "Ungeheuer". Doch nun sahen wir es nicht als Unglück verheißendes Wesen an und riefen stattdessen die Polizei".

 

Die Polizei und die örtlichen Behöreden allamierten sofort die zuständigen Archäologen vom Museum für chin. Geschichte. So erblickten die Soldaten- und Pferdeplastiken, die über 2.000 Jahre unter der Erde geschlummert hatten, wieder das Licht der Sonne.

Leider muß man sagen, daß im Gebiet der Terrakotta - Armee Grabräuber am Werk waren. Zerstörungen und Raub lassen darauf schließen. Aus diesem Grunde sind die Restaurierungsarbeiten auch so Zeit- und Kostenintensiv.

Man übertreibt allerdings nicht, wenn man behauptet, daß der Fundkomplex ein unterirdisches Militärmuseum von überragender Bedeutung darstellt. Die ermittelten 3 Grabungssektoren bilden zusammen ein Dreieck. Der Grabungssektor 3, dessen Fläche 520 Quadratmeter beträgt, sieht als Sitz der Komandoebene der Terrakotta - Armee auf diese U - förmig herab. Die L - förmige Fläche des Sektors 2 macht 6.000 Quadratmeter aus. Die bereits freigelegten und ausgestellten Tonplastiken stammen alle ausnahmslos aus Sektor 1. Der insgesammt über 14.000 Quadratmeter große Grabungssektor erstreckt sich von Osten nach Westen 210 Meter und von Süden nach Norden 62 Meter. Die Krieger und Pferde sind kolonnenartig in Korridoren angeordnet, deren Boden mit dunkelgrauen Ziegelplatten gepflastert ist. Die Korridore sind durch tragende Erdwände voneinander getrennt.

 

6.100 Krieger in Schlachtordnung

 

Die etwa 6.100 Krieger und Pferde, die im Sektor 1 freigelegt wurden, bilden ein Heer, das nach einer strengen militärischen Ordnung aufgestellt ist. Im Ostteil des Sektors befindet sich die Vorhut mit 210 Kriegern, die in drei Reihen hintereinander stehen. Den Bogen in der Hand, blickt jeder Krieger nach vorn. Hinter der Vorhut ist die Hauptstreitmacht angeordnet, die aus 38 Kolonnen mit insgesamt mehr als 6.000 Kriegern und 35 von Pferden gezogenen Streitwagen besteht. Die Krieger sind mit unterschiedlichen Waffen, mit langen Lanzen, Streitäxten und Hellebarden ausgerüstet. Bogenschützen bilden die rechte und linke Flanke der Hauptmacht und die Nachhut. Die Tonplastiken repräsentieren die siegreiche Armee Shihuangs; ihr Blick ist nach Osten gerichtet, kampfbereit, um die Reorganisation der bereits vernichteten östlichen Armeen zu vereiteln.

Für die militärisch interessierten unter ihnen empfehle ich in diesem Zusammenhang insbesondere das Buch:

 

Sun Bin & Sun Zi über die Kriegsführung

 

Dieses Werk, mehrere tausend Jahre alt und lange verschollen, ist ein unersätzliches Standartwerk über die chinesische Kunst der Kriegsführung.

Logistisches-, psychologisches- und militärisch/philosophisches Wissen vereinigen sich hier auf besondere Weise in diesem Werk.

Alle stehenden Kriegerfiguren sind ca. 1,86 Meter groß. Sie haben alle ein gewicht von durchschnittlich 200 Kg. Aber kein Gesicht gleicht dem anderen. An der Kleidung und an der Waffe läßt sich erkennen, welchem Rang und welcher Waffengattung jeder einzelner Krieger zugehört.

Alle diese Tonfiguren wurden übrigens in vollständig geheimer Arbeit hergestellt. Dieses Projekt war so geheim, daß noch nicht einmal die damaligen Historiker bzw. Geschichtsschreiber davon in Kenntnis gesetzt wurden.

Alle Tonfiguren wurden in Handarbeit hergestellt. Alle Köpfe der Figuren sind individuell produziert worden, kein Kopf gleicht dem anderen. Sie stellen exakt die chinesischen Nationalitäten dar, welche an der Schlacht beteiligt waren.

Auch die lebensgroßen Tonplastiken der Pferde sind sehr aufschlussreich. Die Vorderbeine sehen wie Säulen, die Hinterbeine wie Bögen aus; das Hufgelenk ist dünn, die Fessel ist hoch angesetzt - äußere Charakteristika guter Reistpferde. Das große Maul und die großen Nüstern sind Zeichen der Kraft und Ausdauer. Steif gehaltene kleine, dicke Ohren deuten auf Klugheit und Wachsamkeit hin. Nach Ansicht von Experten handelt es sich um Taohe - Pferde  aus der Provinz Gansu, die heute wie damals zu Chinas besten Pferderassen zählen.

Die Tonplastiken der Krieger und Pferde sind ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie hoch entwickelt die Bildhauerkunst in China schon bereits vor über 2.000 Jahren war.

 

Ein hoher Standart der Metallurgie

 

Im Ausgrabungssektor 1wurden über 10.000 Waffen gefunden, darunter  Langwaffen wie Lanzen, Streitäxte und Hellebarden sowie Kurzwaffen wie Dolche, Schwerter und Haken. Der längste Schaft mißt 6,7 Meter. Die 90 cm. langen Bronzeschwerter sind Gußlegierungen aus Kupfer, Zinn und 10 anderen seltenen Metallen. Ihre Härte entspricht der des vergüteten Stahls. Sie sehen zum Teil wie neu aus. Die Spitze jeden Pfeils enthält 7,71 Prozent Blei. Die Fundstücke in Xi`an sind die frühesten mit Blei versehenen Pfeilspitzen, die bislang entdeckt wurden - ein Hinweis mehr auf den außergewöhnlich hohen Stand der Metallurgie im alten China. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, daß sich in und an den Waffen Spuren von Chrom befinden.

Bei seiner Besichtigung des Mausoleums Kaisers Shihuang 1978 nannte Jacques Chirac, der ehemalige Präsident Frankreichs, die Terrakotta - Armee "Das achte Weltwunder". Zu Recht vergleicht man das Grab Shihuangs mit den ägyptischen Pyramiden. Wer die Tonplastiken der Krieger und Pferde nicht besichtigt hat, kann nicht behaupten, er habe Xi`an, ja China je gesehen.

 

Die Grundlagen der Mechanik

 

Im Dezember 1980 wurden westlich von Kaiser Shihuangs Grabhügel zwei aus Kupfer hergestellte Pferdewagen entdeckt - die frühesten, größten und technisch fortgeschrittensten Gespanne, die in China bekannt sind.

Beide Wagen standen ursprünglich hintereinander. Es sind Eindeichselwagen mit einem Vierergespann und einem Wagenlenker. Dem vorderen Wagen dient ein Schirm als Dach; sein Lenker steht aufrecht. Der hintere Wagen hat ein zeltartiges Dach; sein Lenker kniet. Die Wagenlenker sind relativ gut erhalten, während die Wagen und die Pferde in zerbrökelten Zustand aufgefunden wurden. Nach zweijähriger Rekonstruktion hat man dem hinteren Wagen wieder seine ursprüngliche Gestalt geben können.

Der Wagen, seine Pferde und der Lenker sind halb so groß wie die lebensgroßen Kriegerfiguren. Abgesehen von der Größe, stellt der Wagen eine lebensechte Kopie eines kaiserlichen Gespanns mit sämtlichen Schmuck- und Zaumzeugelementen dar. Das Gesamtgewicht beträgt über 1.200 Kg. Der Wagen besteht aus mehr als 3.400 Einzelteilen. 1.500 Teilstücke aus Gold und Silber dienten dem Schmuck des Gefährts. Der Wagen ist mit gut geschliffenen Fenstern ausgestattet. Auf die weiße Grundfarbe sind Schmuckornamente in Rot, Grün, Blau, Purpurrot und Schwarz aufgetragen. Der Wagen wurde kunstvoll konstruiert. Die Fenster sind mit durchbohrten rhombusförmigen Löchern verziert. Sowohl die Außen- als auch die Innenseite des Kastens ist mit buntbemalten Drachen- und Phönixmotiven versehen. Der Wagenkasten ist in zwei Kammern unterteilt. In der vorderen Kammer hatte der kaiserliche Wagenlenker Platz, die hintere Kammer war dem Kaiser vorbehalten. Mutmaßlich handelt es sich bei dem Fund um eine Nachbildung jenes Wagens, den der Kaiser Shihuangdi bei seinen Inspektionsreisen benutzte.

Erste Untersuchungen ergaben, daß die Konstruktion des Wagens in erstaunlichem Maße den Grundgesetzen der Mechanik Rechnung trägt. Die meisten der mehr als 3.000 Bestandteile aus Gold, Silber und Kupfer wurden im Gußverfahren hergestellt. Die dünnsten Partien sind weniger als 2 mm., die dicksten nicht mehr als 4 mm. stark.

 

Modernste Technik

 

Durch Analysen wurde ermittelt, daß die Zusammensetzung der Legierungen keinen Unterschied zu den Legierungen der heutigen, modernen Zeit aufzeigen. Anschlusstechniken wie Druckknopfanschluß und Gelenkanschluß fanden damals bereits Anwendung.

Seit 1982 haben Staatspräsidenten, Parlamentspräsidenten, Könige und prominente Persönlichkeiten aus aller Welt den großen Kupfer-Pferdewagen mit seinen buntfarbenden Verzierungen besichtigt. Sie alle halten diesen vor über 2.000 Jahren hergestellten Wagen für ein Meisterwerk der Technik und Wunderwerk der damaligen Zeit.

Zahlreiche Wissenschaftler der ganzen Welt äußerten die Ansicht, daß aufgrund dieser Objekte, die Geschichte Chinas und wahrscheinlich damit auch der ganzen Welt neu zu konzipieren sei.

 

Resümee

 

Dieser Artikel hat bei Ihnen als interessierten Forscher im Sinne der Gesamthematik sicherlich mehr Fragen aufgeworfen als er sie beantwortet hat. Aber dies ist es doch sicherlich, warum Sie sich überhaupt für diese Thematik begonnen haben zu interessieren - die unbeantworteten Fragen, die Spekulationen, das Schweigen...

Ob es der verschollene "Magische" Spiegel des Qin - Kaisers ist, die immer noch verschlossene Grabpyramide oder etwa die eigenartiegen kulturellen Verhaltensweisen des Kaisers Shi Hungdi selbst sind; immer sind es Fragen, die einer Antwort bedürfen, ja die geradezu danach verlangen !

 

Beschwerliche Wege

 

Von der Terrakotta - Armee bis zu den 1.000 Grotten von Dunhuang in der Provinz Gansu, sind es mehr als 1.500 km Luftlinie. Der nächste größere Ort ist Lao - jan - miao. Der Weg ist beschwerlich wenn man  ihn per Bahn bewältigen möchte. Innerchinesische Flüge sind zwar grundsätzlich möglich, aber nicht billig. Die chinesische Bahn hat ein äußerst kompliziertes Tarifsystem das ausländischen Touristen nicht immer ganz zugänglich ist. Oft muß man die teuersten Kategorien benutzen ...

 

Hier sehen Sie die genaue geographische Lage von Dunhuang in der Provinz Gansu/China.

 

Den Abenteuerreisenden unter Ihnen empfehle ich die Strecke per Lastwagen zu bewältigen oder einen der vielen Kähne auf den noch zahlreicheren chinesischen Flüssen zu nehmen. Die Faszination der Landschaft und der hier lebenden Völker erschließt sich einem auf diese Weise am besten und wohl auch am schönsten ...

 

Ein wenig Geschichte

 

Der Distrikt von Dunhuang im Westen der Provinz Gansu, wurde vom Han - Kaiser WU TI am Ende des 2. Jahrhunderts v. Zw. zum Chün - Verwaltungsbezirk erklärt, und er gewann als Endpunkt der nördlichen Route durch Zentralasien sofort an Bedeutung. Die Straße begann am Jü - men, dem Jadetor, in einiger Entfernung südwestlich der Stadt. In etwa 30 km. Entfernung, südöstlich der Stadt, jenseits der großen Sandwüste, wurde ein nach Süden abfallender Bergrücken des Ming - sha - shan, des "Gebirges des singenden Sandes", dazu ausersehen, um dort einige Höhlentempel auszuhauen.

 

Hier sehen Sie den Grottenkomplex "Dunhuang" von außen.

 

Diese befinden sich im unteren Bereich einer 1.600 m. hohen Steilwand. Der erste Bericht über die Existenz der "Mo-kao-k`u", wie die Schreine zunächst genannt wurden, ist auf das Jahr 353 n. Zw. datiert. Seit dieser Zeit wuchs diese buddhistische Gemeinde zu einer der größten und bedeutendsten in Asien an. Priester und Mönche aus ganz China sowie den westlichen Ländern wurden von Ihrem Ruf angezogen. Von der chinesischen Hauptstadt wurden Gouverneure ernannt, aber die isolierte Lage sicherte Dunhuang in allen Perioden immer eine relative Unabhängigkeit. In der frühen Tang - Zeit nahm die Bedeutung von Dunhuang noch weiter zu, als es das Bindeglied zwischen China und den damals meist türkisch regierten Fürstentümern des Westens war. Im Jahre 781 n. Zw. kam es unter die Herrschaft von Turfans, der nächsten Oasenniederlassung im Nordwesten; so war während einiger Zeit der tibetische Einfluß in der buddhistischen Lehre vorherrschend. Die Mitglieder der Familie Chang, welche als Gouverneure eingesetzt waren, nachdem Dunhuang durch eine chinesische Armee im Jahre 848 zurückerobert wurde, übten weiterhin eine zum Teil unabhängige Herrschaft über die Stadt aus.

 

Höhlen der 1.000 Buddhas       

 

Während der ganzen Zeit Ihres Bestehens hatte die buddhistische Gemeinde immer neue Höhlentempel eröffnet, mit aus Ton modellierten Bildwerken geschmückt, Ihre Wände mit vielgestaltigen "Al - secco - Malereien" bedeckt, die heiligen Schriften der Buddhisten in verschiedenste Sprachen übersetzt und die Texte vervielfältigt. Malereien wurde auf Seide und Papier angefertigt und Ikonen wurden gefertigt, die für den Kult oder den Verkauf an Pilger bestimmt waren. Sehr bald erhielt der Ort den sehr volkstümlichen Namen "Höhlen der 1.000 Buddhas".  

 

Ein Schatz wird entdeckt

 

Als zu Beginn unseres Jahrhunderts Gelehrte der westlichen Welt von diesem Ort Kenntnis erhielten, waren nur noch 3 kleine Tempel erhalten. Die Höhlenmalereien wurden zu diesem Zeitpunkt nur noch notdürftig versorgt. Die größte Entdeckung machte allerdings ein ehemaliger Armeegeneral von Hunan, Wang Yüan - lü, der in die taoistische Priesterschaft eintrat. Er kam nach Dunhuang um Gerüchten über dessen Altertümer nachzugehen, welche ihm zu Ohren gekommen waren.  Ein Einheimischer Namens Yang, den Wang Yüan - lü im Jahre 1899 angestellt hatte, um taoistische Schriften abzuschreiben, richtete sich einen Schreibtisch in einem der Gänge ein, der zu Höhle Nr. 151 führte; er hatte die lästige Angewohnheit seine Tabakasche in die kleinen Löcher in der Wand hinter ihm zu entleeren. 

 

Dieses Fresko stammt aus der Tang Dynastie, es entstand ca. um 750 n. Zw. Es zeigt eine zeitgenössische Darstellung im "Al - secco - Stil" (15).

 

Eines Tages bemerkte er, daß eines der Löcher ins Leere ging. Er klopfte die Wand ab und fand das sie hohl war. Die Wand wurde niedergerissen und man entdeckte hinter ihr einen Raum. Der Inhalt bestand aus vielen hundert in Leinen gewickelten Manuskriptpäckchen und mehrere Stapel Gemälde und Stickereien. Alles wurde fast völlig unversehrt aufgefunden. Jahrhunderte lang hatte diese Gegenstände niemand berührt ...   

 

Geplündert & verkauft

 

Es handelte sich um den Schatz von Dunhuang, von dem heute viele Teile in alle Richtungen verstreut sind. Zuerst wurden nur wenige Dinge an Wang und einige andere Besucher verkauft. Im Jahre 1907 kam der ungarische Forscher Aurel Stein anläßlich einer Expedition durch Zentralasien, die gemeinsam von der britischen und auch indischen Regierung unterstützt worden war, nach Dunhuang. Er war in neuerer Zeit der erste Besucher, der den Wert der Dokumente und Kunstgegenstände voll abschätzen konnte. Man sagt er habe Dunhuang mit erworbenen Dokumenten und Kunstgegenständen im Umfang von 40 Kamelladungen verlassen, welche jetzt alle im britischen oder indischen Nationalmuseum aufbewahrt werden.

 

Diese Freskodarstellung stammt ebenfalls aus der Tang Dynastie, ca. 800 n. Zw. Diese Abbildung hat gewisse Ähnlichkeit mit dem "herniederfahrenden Gott" aus Palenque. Die Figur "steuert" eine "Wolke" (19).

 

Ein kleiner Anteil des Schatzes wurde im Jahr 1908 von Paul Pelliot für die Nationalbibliothek und das Museum Guimet in Paris gekauft. Nach diesen "Transaktionen" mit ausländischen Interessenten überließen die "Wächter" ein Jahr später die restlichen Gegenstände einer Kommission aus Peking. Diese verteilten die Gegenstände auf mehrere Städte in China. So wurde der Schatz in alle Winde zerstreut ...

 

Die Lehren des reinen Landes

 

Die Ikonenmalerei mit Themen aus den "Lehren des reinen Landes" wie auch der Kulte, die für die weiterentwickelten Formen des Mahàyàna charakteristisch  waren, stand in hoher Blüte. Viele von diesen Ikonen veranschaulichen die heiligen Schriften des Amithàbha, die Kulte von Kshigrabha und Gaishajyaguru, Manjusri und Maitreya, die chinesische Vorstellung von der Totenwelt und den Kult der Lokapàlas, der "vier" Könige als Säulen des Staates.

 

Kriege der Sung - Epoche

 

Es ist möglich das die Hsi - hsia Aufstände und Unruhen  der Sung Epoche ein Grund dafür waren, daß der größte Teil der Schriften und Malereien von Dunhuang irgendwann einmal im 12. Jahrhundert n. Zw. in den geheimen Raum gebracht wurde und dieser sodann versiegelt wurde.

 

Diese Freskodarstellung aus der Wei Dynastie, ca. 907 n. Zw. zeigt zwei musizierende "Wesen" der buddhistischen Mystik (5).

 

Während die Frische der Wandmalereien in den Höhlen größtenteils dank des Gebrauchs von kräftigen Pflanzen- und Erdfarben auf einer harten Gipsoberfläche erhalten blieb, machen die meisten Skulpturen heute leider einen schlechten Eindruck. Die Bildwerke wurden von Anfang an, über mehrere Jahrhunderte ständig wieder in den Originalzustand versetzt (Restauration). Leider haben Sie über die Zeit dadurch an ihrer Perfektion verloren. 

 

Eine unerschöpfliche Quelle

 

Diese Grotten sind eine schier unerschöpfliche Quelle für die buddhistische Malerei, welche zum größten Teil aus dem 6. bis 10. Jahrhundert n. Zw. stammen. Einige von ihnen wurden abgenommen und sind nun im Fogg Museum in Cambridge (Mass./USA), teils in der Nelson Galery in Kansas City (Miss./USA) zu bewundern. Die Bildrollen haben sich das britische Museum (London) und die Bibliothek Nationale (Paris) untereinander auf. 

 

Von Mönchen wiederentdeckt

 

Die Mogau - Grotten sind in drei Grottenkomplexe unterteilt. Im 14. Jahrhundert wurden Sie von einem Sandsturm verschüttet. Erst im Jahre 1899 wurden die Grotten von eben beschriebenen chin. Mönch wiederentdeckt. Neben den Wandmalereien, von zum Teil riesigen Ausmaßen, enthalten die Grotten über 2.000 Skulpturen. Die Skulpturen wurden teilweise aus dem Fels gehauen, teils besitzen sie einen Holzkern mit einer dicken Lehmschicht und einem dünnen Zementüberzug. Einige der Skulpturen sind über 30 m. hoch.

 

Dieses Fresko aus der beginnenden Tang Dynastie, ca. 618 n. Zw. zeigt zwei erleuchtete Wesen welche augenscheinlich "hernieder fahren" incl. einem undefinierbarem Wolkenhaufen (14).

 

Die Bildnisse stellen Buddhas, Bodhisattvas und die vielfältigen Figuren des buddhistischen Pantheons dar: den historischen Buddha SAKYAMUNI, eine Reihe seiner Vorläufer wie die fünf Meditationsbuddhas (dhyani Buddha), darunter der Amitabha, der Buddha des "unermeßlichen Glanzes" und der Vairocana, der "überall hin Leuchtende". Die Bodhisattvas "Erleuchtung Habende", sind Figuren des Mahayana - Buddhismus. Mahayana bedeutet übrigens "großes Fahrzeug".  Der Begriff Bodhisattva bedeutet übrigens, daß ein Mensch Erleuchtung gefunden hat, sich aber noch nicht bereit erklärt in das Nirwana (die Erlösung/das NICHTS) einzugehen. Er bleibt auf der Erde um andere Menschen auf den "rechten" Weg zu geleiten und sie in Ihrer Suche zu unterstützen. 

 

4.500 fliegende Wesen

 

Die fliegenden "Teufel und Feen" von Dunhuang sind in der ganzen Welt berühmt. Aus den verschiedensten Dynastien wurden Künstler entsandt um die weit über 1.000 Höhlen mit zeitgenössischer Kunst zu füllen. Von buddhistischen Statuen bis hin zu Malereien wurden die Höhlen bewundernswert ausgeschmückt.

In der großen Mogau - Grotte befinden sich allein über 492 Höhlen mit weit über 5.000 Kunstwerken. Die Freskos  sind über eine Fläche von insgesamt 45.000 Quadratmeter verteilt. Allein in diesem Bereich findet man über 4.500 fliegende "Teufel & Feen" in 270 Höhlen.

Die fliegenden "Teufel & Feen" von Dunhuang besitzen keine Flügel und "reiten" auf Wolken, sie fliegen anmutsvoll mit Hilfe von weiten und langen "Schals".

 

Dieses Fresko stellt buddhistische Gottheiten mit Musikinstrumenten und den charakteristischen langen "Schals" dar. Es stammt aus der westlichen Xia Dynastie ca. 500 n. Zw. (21)

 

Einige von Ihnen benutzen beim Flug "Musikinstrumente" wie z.B. die Flöte. Das benutzen der Musikinstrumente erklärt sich einesteils aus dem Selbstverständnis und der Mystik des Buddhismus. Andernteils vermitteln einige "Musikinstrumente", auf die wir später eingehen werden, jedoch bei genauerer Betrachtung und Kenntnis der chin. Mythologie einen anderen Eindruck.

 

Arbeiten aus vielen Jahrhunderten

 

Die Freskos stammen wie schon erwähnt, aus den verschiedensten chinesischen Epochen. So z.B. aus der westlichen XIA - Dynastie oder der nördlichen ZHOU - Dynastie. Ebenfalls finden sich Darstellungen aus der nördlichen LIANG, westlichen & nördlichen WEI, SUI, TANG und YUAN - Dynastie. 

 

Dieses Fresko aus  der Xia Dynastie, ca. 500 n. Zw. zeigt ein fliegendes Pferd. Vergleiche zu den arabischen Mythen sind hier durchaus gegeben (24/Murals).

 

Musikinstrumente oder Waffen

 

Jeder der einmal die chinesischen Märchengeschichten oder Mythen gelesen hat, weiß um besondere Gegenstände welche die "Götter" besaßen - mit denen Sie Ihre "Feinde" bekämpften und dann gefangen nahmen.

 

Dieses Fresko aus der Sui Dynastie, ca. 581 n. Zw. zeigt zwei buddhistische Himmelswesen mit einer "Mandoline" als "Musikinstrument" (9).

 

Wie Sie aus der vorangegangenen Abbildung ersehen können, verwendet diese "Gottheit" ein Musikinstrument einer Mandoline ähnlich. Eben dieses Musikinstrument hat aber eine übergeordnete Funktion: in der Buddhistischen Märchenwelt vermag eben dieses Musikinstrument, soweit es in Benutzung kommt, die "Gegner" durch die von ihm produzierten Schallwellen in einen "Schlaf" zu versetzen. Seit den Experimenten um die "Posaunen von Jericho" wissen wir alle, daß Schallwellen weit mehr können, als nur Schall übertragen. Die Auswirkungen von Schallwellen sind enorm, wenn sie nur gezielt und gesteuert eingesetzt werden.

Gleichweg ob es sich um die gezielte Zerstörung von Objekten handelt (militärisch oder medizinisch) oder um Ausschaltung verschiedenster Personen durch Schall.

Die heutige Technik ist mittlerweile so weit, daß "magisch" anmutende Techniken der alten Überlieferungen heute ohne weiteres in die Tat umgesetzt werden können. Die chin. wie asiatischen Mythen sind voll von unglaublichen Gegenständen der "Götter", welche außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen.

Ein "Schwert" welches sich 1.000 fach vervielfältigen kann, ein "Schirm" welcher mit seinen langen "Fangarmen" Gegner einfängt und in seinem Innern einschließt. Ebenso eine "Perle" welche toten Gegenständen "Leben" einhaucht, auf das Sie nach dem Willen des Besitzers agieren können ...

Diese Aufzählungen lassen sich ohne Probleme noch beliebig erweitern, allerdings wird man ohne diese Wundergegenstände zu finden, nie über den Rand der Spekulation hinauskommen.  

 

Dieses Fresko zeigt ein "Wesen" welches sich krampfhaft die Ohren zuhält - der Grund dafür läßt sich nur vermuten ... Das Fresko stammt aus der Tang Dynastie, ca. 630 n. Zw. (18)

 

Hier haben wir ebenfalls eine interessante Darstellung im "Al - secco - Stil" vor uns, welche eine Person abbildet die sich augenscheinlich die Ohren zuhält. Der Grund hierfür ist schwerlich auf den ersten Anschein zu sehen, geschweige denn problemlos zu vermuten. Erst in der Detailbetrachtung der Umgebung des "Wesens" offenbaren sich bestimmte Indizien für folgende Theorie:

Die Verwirbellungen bzw. "Wolken" welche sich um die Person herumbewegen, könnten der Anlaß für die Gestik des "Ohrenzuhaltens" sein. Wenn es sich bei diesen Verwirbellungen event. um "Abgase" eines startenden "Fluggerätes" handelt, wäre dies eine logische Erklärungsvariante. Da startende Flugkörper selbst in heutiger Zeit noch einen nicht zu unterschätzenden Lärm (120 und mehr Dezibel) verursachen.

Allerdings ist auf dem Fresko kein Flugerät zu erkennen und die weitere Umgebung gibt dieser Theorie ebenfalls keinen weiteren Nachhalt. Spekulationen helfen uns zwar in diesem Bereich herzlich wenig aber begonnen hat sicherlich alles mit der Formulierung:

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