Kapitel 1
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 2
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 3
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 4
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat

SLOWFLY ACROBAT (Abfluggewicht ca. 150 Gramm)

Zur Zeit beschäftige ich mich viel mit meinem SLOWFLY ACROBAT. Dieses Flugzeug stammt im Original von Kai Huber. Ich habe die Grundversion einmal gebaut und dann mit der Überarbeitung begonnen. In meiner Version sind einige wesentliche Teile wie Motor, Fahrwerk und Servos leicht austauschbar. Kaum ein anderes Flugzeug bietet so viel Einsatzmöglichkeiten des Modellfluges wie der Slowfly Acrobat. Hier nur ein paar Beispiele in wenigen Worten:

  1. Hallen- und Parkplatzfliegen auf engstem Raum (8 x 8 Meter).
  2. Hang- oder Deichfliegen bei gleichmäßigem Wind.
  3. Thermikschnüffeln in ca. 150 Meter Höhe.
  4. Spaziergänge anstatt mit Hund mit Flugzeug (gute Langsamflugeigenschaften)
  5. Einsetzbarkeit als Wasserflugzeug.
Für interessierte Modellbauer folgt eine Beschreibung in mehreren Kapiteln.

Kapitel 1: V-Leitwerk und V-Leitwerksträger

Komplett aus Kohlefaserstäben und Drachenfolie ( Spinnackerfolie, die beim überbügeln schrumpft) ist dies ein Modell der besonderen Art. Das Modell, mit Aluminium-Drehteilen versehen, sieht zunächst sehr technisch aus. Hier muss ich gleich einflechten, dass eine Drehbank nicht erforderlich ist. Es gibt das 6mm Ø Aluminiumrohr in Baumärkten. Das 2- und 3 mm Ø Aluminiumrohr gibt es von Graupner in jedem gut bestücktem Modellbaufachgeschäft. Der Rumpf, bestehend aus einem Kohlefaserstab von nur 4 mm Ø und 530 mm Länge, ist praktisch unzerstörbar. Das V-Leitwerk, bestehend aus 1.2 mm Ø starken Kohlefaserstäben (genau 50 cm lang), rundgebogen und zusammengeklebt mit einem kleinen 90° Balsaholzwinkel ist für den Transport abnehmbar. Ein 1 Meter langer Kohlefaserstab reicht für beide Leitwerksteile. Als Untergrund sollte man ein Baubrett benutzen, welches man mit Abfalleimerfolie bedecken sollte. Diese Folie ist Sekundenkleber abweisend. Die Kohlefaserstäbe nun rund biegen und mit Nägeln oder kräftigen Stecknadeln fixieren. Die Stabenden sollten im 90° Winkel zueinander stehen. Nun Balsaholzwinkel einkleben. ACHTUNG! Beim Biegen von Kohlefaserstäben Schutzbrille tragen. Kohlefaserstäbe brechen manchmal beim Biegen. Sie platzen förmlich. Geklebt werden alle Teile mit Sekundenkleber oder UHU plus. Der eine Schenkel des V-Leitwerks wird durch einen 1.5 mm Ø starken und 55 mm langen Kohlefaserstab verlängert, d.h. in einer Länge von 25 mm vorgeklebt mit Sekundenkleber. Der Kohlefaserstab soll 30 mm lang überstehen. Dieses wird die jeweilige Befestigungs- und Drehachse eines V-Leitwerkteils. Am hinteren Rumpfende befindet sich der eigentliche V-Leitwerksträger, hergestellt aus 3 Aluminiumröhrchen unterschiedlichen Durchmessers. Das Trägerröhrchen ist ein 10 mm langes und 6 mm Ø dickes Teil, welches 3 mm von der Mitte entfernt 2 mal mit einem 2mm Bohrer durchbohrt wird. Diese Bohrungen sollten ca. 1 mm voneinander entfernt sein und in einem Winkel von 110° zueinander stehen! Wie ist das zu verstehen? Nun, wenn wir die zwei weiteren Aluminiumröhrchen, 20 mm lang, 2mm Außen- und 1.5 mm Innendurchmesser, angefertigt und durch die gebohrten Löcher stecken, sollten sie in einem Winkel zueinander stehen. Wenn wir nun die beiden V-Leitwerkteile durch die Röhrchen stecken, muss der Winkel zwischen diesen beiden Teilen 110° betragen. Das ergibt das V des Leitwerks. Die Genauigkeit dieser 110° ist sehr, sehr wichtig und sollte unbedingt eingehalten werden. Eine 110° Pappschablone mit ca. 250 mm langen Schenkeln ist hier sehr hilfreich. Zum Schluss sollte der Leitwerksträger zum Ende hin von unten 2 mal durchbohrt werden. Lochdurchmesser ca. 0.5 mm. Hier hinein verleimt man den Hecksporn, stark gebogen aus einem sehr dünnen Federstahldraht. Auch im Fachhandel erhältlich. Der fertige V-Leitwerksträger sollte noch nicht auf das Rumpfende geschoben und verleimt werden. Andere Dinge haben Vorrang!

Hinweis! Der V-Leitwerksträger sollte später mit UHU plus auf das Rumpfende geleimt werden. Grund: Mit einem Lötkolben erwärmt lässt sich der Träger jederzeit wieder abnehmen oder auch nachjustieren.

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